Mittwoch, 18. Januar 2012

UNKENGOLD und.... bestgehütete Bordüren



Das übliche Chaos in unserer alchemistischen Kunstmanufaktur
Uschi und ich haben uns im Februar 2011 bei den Teamsitzungen für das erste Kulturfestival Oberhausen kennengelernt, wo wir für die Organisation der Kunstausstellung zuständig waren.

Wir entdeckten dabei viele Gemeinsamkeiten:  Die Liebe zu Textilien, deren vielfältige künstlerische Verwendungsformen und unsere Freude an fantastisch-poetischen Szenarien, für die wir gerne unsere eigenen Gewänder,  Accessoires und Objekte kreieren wollten.



Eine Idee entstand. Ein Name wurde dafür gesucht, er sollte geheimnisvoll und stark zugleich klingen.
Wir nennen uns UNKENGOLD - das Märchen dichtete ich dazu.


Wir bezeichnen uns selber als „ Alchemistische Kunstmanufaktur“. Das hat etwas von Kellergewölben mit brodelnden Zaubertöpfen zu tun und Alchemie bedeutet 'Umwandeln'. Tatsächlich befindet sich unser Atelier im Keller und unsere Zutaten schöpfen wir aus unserem reichen Fundus von wertvollen Textilien, Omas bestickte Tischdecken, Uromas geklöppelte Spitzen, gewobenen Leinen, bestgehüteten Bordüren, Kleidern die Geschichten erzählen, einer Knopfarmee, verwaisten Schmuckstücken, gefundenem Dies und Jenem.

Das alles verwenden wir und wandeln es zu neuen Gewändern und Accessoires um. Und...wir entwerfen, malen und drucken eigene UNKENGOLDstoffe. In jedem unserer Gewänder oder Accessoires wird ein handgemalter UNKENGOLDstoff  verarbeitet.

Zu jedem unserer Gewänder entsteht ein
fantastisch-poetisches Szenarium, wie das Märchen von UNKENGOLD, dazugehörend das seidene, pailettenbesetzte Abendkleid der Erdfee.
Hier einige Details unserer Kollektion.
Stulpen


Embroiderie

Gürtel der Jaguarvogelfrau

Rock der Wasserelfe

herzliche Grüße
von Sylvia und Uschi
von
UNKENGOLD


Dienstag, 13. Dezember 2011

Die Kollektion entsteht...

UNKENGOLD - Das Logo wurde als Hinterglasbild gemalt



Wir arbeiten an unserer Kollektion von Gewändern und Accessoires in starken Farben und mit aufwändigen Applikationen:
Embroiderie,  handbemalte, -bedruckte  Stoffe, Spitzen, Bordüren aus gerissener handgefärbter Seide, und...in jedes unserer Unikate wird eine poetischen Botschaft eingenäht.




Wir sind Tierliebhaber und leben mit Habliebtieren. Für diese entwerfen wir Mäntel und Accessoires, die  farblich und thematisch zur jeweiligen Kollektion passen.

Textilcollagen mit Holz, Mosaikwerkstücken, Glas und anderem finden Sie in unseren Lampenobjekten  wieder.






Lampenobjekte


Dienstag, 22. November 2011

Willkommen im Maxlrieder Künstlerhaus 1

Küche im Rohbau-Mauern mauert mein Mann

Wer wissen will, ewas ich im letzten Jahr so getan habe- anstatt wie ein vernünftiger Künstler-Mensch viele Bilder zu malen-  ich mosaikierte  unser neues Haus. ( Oder mosaikte? Kann man das denn so sagen??) Wir haben ein älteres Haus gekauft und dann (wir hatten ja keine Ahnung auf was wir uns da einlassen würden) umgebaut, gestritten, eingerissen, wild geschriehen, Türen versetzt, unflätig getobt, Rigipsplatten geschnitten, wahnsinnig Haare gerauft, Kacheln abgeschlagen, spuckende Tobsuchtanfälle bekommen, Betonarmierung entfernt, feuchte Heulkrämpfe entlasssen, Sanitärleitungen gelegt, kurz: Alles mit eigenen Händen umgestaltet und unser Maxlrieder Künstlerhaus daraus gemacht.(Die Maxlrieder-Gartenbilder kann man im Färberin's Text Blog besichtigen- leider fällt mir nie ein Text ein, dafür viele Bilder...)
 
Wir hatten vier Wochen kein warmes Wasser und Kochen konnten wir auch nicht.

Gleiche Ansicht wie das RohbauBild
Auch als Schweizerin muss man ab und zu hart arbeiten, besonders wenn man, wie mir passiert, den Schlüssel zu den geheimen unterirdischen Tresoren ( zu denen bekanntermaßen  j e d e ( r ) SchweizerInn  Zugang hat) nicht mehr findet und deshalb nicht mehr auf seine gebunkterten Goldreserven zurückgreifen kann. Als Emigrantin, seit fast dreissig Jahren im feindlichen Ausland und unter oberbayerischen Ureinwohnern, muss ich mich besonders fleißig zeigen, auch wenn ich in Wirklichkeit am liebsten faul in der Sonne läge... aber jeder muss seinen Lebens-Rucksack tragen, so auch ich. Sein Inhalt: Hammer, Steine, Fliesen, Kacheln etc.
Lieblingsbereich unserer Katzen, hochspringen (damit Hector ärgern), Milch schlabbern, Butter schlecken, so tun als wäre nichts und dabei deutliche Pfotenspuren hinterlassen...

Unsere Küchenbar, hier gelingen philosphische Betrachtungen bei einem gutem spanischen Rotwein exzellent!!

Bodenmosaik im Wohnbereich. habe ich schon erwähnt, dass wir einen Bungalow bewohnen. Alles auf einer Ebene, gut für unsere Tiere.
Im Wohnzimmer wurde das Parkett um ein "Dunkeleichegrässlichregal" herumgeschnitten, was wir aber erst beim Ausbau, eben dieses "Grässlichdunkeleicheregals" bemerkt hatten. Kühn wie ich damals noch war, habe ich mit einem wasserfesten Filzstift (am nächsten Tag, versuchte ich die Spuren mit Nagellackentferner zu beseitigen) quer durch den Raum eine flüssige Form gemalt und meinen geliebten und geduldigen Mann herausgefordert genau dieser genialisch hingehauchten Form entlang, das Parkett auszuschneiden.Mir blieb nichts anderes übrig, als ein Mosaik zu legen... .
 Übergangsbereich zum gefliesten Flur ( ältere Klinker), Anfang des Mosikstreifens beim Rundbogen und wie er sich dann in den Raum zieht.
Früher hatte ich noch Zeit zu malen...

Allerlei unnütze Kunst- wie Hector zu sagen pflegt
 Im Flur und was uns gefällt, sind die bogenförrmigen Durchgänge.
Die Wände waren dunkel Holz- also Holzpanele (eicherustikalloballo). Wir haben uns aber bewusst gegen neue Rigipsplatten im Wohnbereich entschieden, weil die gefühlte Raumtemperatur dadurch sinkt, Holz ist wärmer. Aber ich habe alles gestrichen, klar, es wäre viel zu dunkel. Es ist eben kein neues Haus und man kann mit diesem Charme auch spielen.
Badewanne im Rohbau
 Am Schrecklichsten für mich war, dass wir 8(888888) Monate keine Badewanne hatten. Fluch, Brüll, Schrei, Schluchz.
Die Dusche mussten wir relativ rasch machen, schließlich konnten wir uns ja nicht nur nach dem Sport (in diesem Falle Tischtennis) waschen. Es war wie auf dem Zeltplatz, im Urlaub, meistens war das Wasser kalt, dafür das Wetter warm.
Kleine Sitzbank und Podest (von mir gemauert, hält bis heute)

Mediterrane Details aus dem Badezimmer. Alles ist in Wellen und Schwüngen ausgedrückt.
Ich bin zwar fix und fertig, aber fertig bin ich noch lange nicht.

Letztes Rosenglühen


November-Rosen aus unserem Maxlrieder Garten









Photos ©2011Sylvia Richard-Färber